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Covid-19-Pandemie Infos zu den YFU-Programmen

Gerade angesichts der weltweiten Situation rund um die Covid-19-Pandemie hält YFU Schüleraustauschprogramme für wichtiger denn je. Wo lange Zeit Grenzen geschlossen waren (und zum Teil noch sind), können Austauschaufenthalte helfen, neue Brücken zu bauen und jungen Menschen wieder Perspektiven in der Welt aufzuzeigen.  

 

Selbstverständlich können wir unsere Programme aber nur dann durchführen, wenn wir sicher sein können, dass die Gesundheit und Sicherheit unserer Teilnehmenden gewährleistet sind, und wenn wir darüber hinaus davon ausgehen können, dass sie eine gewinnbringende Austauscherfahrung haben werden.  

 

Vor diesem Hintergrund hat YFU im März dieses Jahres entschieden, alle zu diesem Zeitpunkt laufenden Austauschprogramme des Jahrgangs 2019/20 abzubrechen und für alle betroffenen Jugendlichen die Heimreise zu organisieren. Nachbereitungsangebote für diesen Austauschjahrgang wurden online organisiert.  

 

Unsere Planungen für die künftigen Programme finden nun auch vor dem Hintergrund der Erfahrungen statt, die wir im bisherigen Umgang mit den durch die Pandemie veränderten Rahmenbedingungen gemacht haben – vor allem auch mit der teils komplizierten Rückholaktion. 

 

So wird auch der angehende Austauschjahrgang 2020/21 leider noch von Einschränkungen aufgrund der Pandemie betroffen sein: Für mehrere Länder musste die Abreise bis auf Weiteres abgesagt werden. Für diese Länder haben wir noch zu große Bedenken, was die Gesundheit und Sicherheit unserer Teilnehmenden angeht oder es bestehen zu große Unsicherheiten hinsichtlich der Rückreisemöglichkeiten im Falle wieder ansteigender Infektionszahlen und neuer „Lockdowns“. Darüber hinaus sind Schulalltag und soziales Leben vielfach zu stark eingeschränkt, um einen Austauschaufenthalt sinnvoll gestalten zu können. Auch werden für einige Länder derzeit keine Visa und Aufenthaltsgenehmigungen ausgestellt und/oder es bestehen noch Reisewarnungen seitens des Auswärtigen Amtes. Für unsere Schülerinnen und Schüler hoffen wir, dass in viele dieser Länder eine Ausreise zum 2. Schulhalbjahr, also im Januar/Februar 2021 möglich sein wird. 

 

Für anderen Länder hingegen, insbesondere in Europa, haben wir gemeinsam mit unseren Partnern entschieden, dass ein Schüleraustausch im Schuljahr 2020/21 stattfinden soll – wenn auch unter veränderten Bedingungen und mit zusätzlichen Vorsichtsmaßnahmen. Unsere Teilnehmenden müssen sich hier unter anderem darauf einstellen, dass das Angebot an Schulen und in Freizeiteinrichtungen noch deutlich eingeschränkt sein kann. Vor diesem Hintergrund können zum Beispiel Integration im Gastland und Spracherwerb deutlich mehr Eigeninitiative erfordern. Die Abreisen in diese Länder werden sich aufgrund der Pandemie weiter nach hinten verschieben als ursprünglich geplant. Momentan gehen wir von einer Abreise im September/Oktober 2020 aus.

  

Ob und inwieweit auch der Austauschjahrgang 2021/22 noch von Einschränkungen betroffen sein wird, ist derzeit schwer absehbar. Bei der aktuellen Ausschreibung und Organisation dieses Jahrgangs gehen wir grundsätzlich davon aus, dass sich die weltweite Situation bis zur Abreise im Sommer 2021 wieder deutlich entspannt haben wird. Gleichzeitig ist aber nicht auszuschließen, dass mindestens einige Länder auch bis dahin nicht zur vollständigen Normalität zurückgekehrt sein werden – oder aber sich vielerorts eine ganz „neue Normalität“ nach der Pandemie etablieren wird.  

 

Selbstverständlich behalten wir die weltweiten Entwicklungen auch für alle kommenden Jahrgänge genauestens im Blick und werden unsere Programme bei Bedarf – wenn nötig auch kurzfristig – an die Umstände anpassen.  

 

Sicher ist, dass alle angehenden Teilnehmenden zu jeder Zeit sicher und gut aufgehoben sein werden im YFU-Netzwerk, das gerade in diesen schwierigen Zeiten enger denn je zusammengerückt ist. Wir sind froh und dankbar für die überwältigende Unterstützung unserer Mitglieder und Ehrenamtlichen, die uns unsere Vereinsziele dieser Tage umso entschiedener verfolgen lässt, und von der auch unsere künftigen Teilnehmenden profitieren werden.