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Covid-19-Pandemie Infos zu den YFU-Programmen

Gerade angesichts der weltweiten Situation rund um die COVID-19-Pandemie hält YFU Schüleraustauschprogramme für wichtiger denn je. Wo lange Zeit Grenzen geschlossen waren (und zum Teil noch sind), können Austauschaufenthalte helfen, neue Brücken zu bauen und jungen Menschen wieder Perspektiven in der Welt aufzuzeigen. Durch die jahrzehntelange Erfahrung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit seinen internationalen Partnerorganisationen ist YFU auch in Pandemiezeiten eine gute Wahl für das Abenteuer Austausch! 

Auch seitens des Bundestags wurde die Bedeutung des gemeinnützigen Jugendaustauschs in der Corona-Krise erkannt und honoriert: So hat der Bundestag im Juli beschlossen, gemeinnützige Jugendaustauschorganisationen wie YFU mit Hilfsmitteln aus dem Corona-Rettungsschirm substantiell zu unterstützen. Für YFU ist dies ein wichtiger Stützpfeiler, um auch angesichts aktueller Programmausfälle finanziell stabil zu bleiben und kommenden Teilnehmenden eine verlässliche Organisation und Betreuung bieten zu können.  

Wir laden Jugendliche aller Schulformen daher herzlich ein, sich jetzt für einen Austausch 2021/22 mit YFU zu bewerben! Derzeit gehen wir in unserer Planung davon aus, die Austauschprogramme dann wieder weitestgehend normal durchführen zu können. (Eine Übersicht, welche Änderungen sich aktuell noch bei der Bewerbung und Vorbereitung der Programme ergeben, findet sich hier.) Selbstverständlich behalten wir aber die weltweiten Entwicklungen jederzeit genauestens im Blick und werden unsere Programme bei Bedarf – wenn nötig auch kurzfristig – an die Umstände anpassen. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Teilnehmenden stehen dabei jederzeit an erster Stelle. 

Als wichtige Richtlinie hat YFU zudem auf internationaler Ebene Mindeststandards für Austauschprogramme in Pandemiezeiten erstellt. Darin ist zum Beispiel festgehalten, in welchem Maße es coronabedingte Einschränkungen des Schulalltags oder des sonstigen sozialen Lebens geben darf, damit noch eine angemessene Austauscherfahrung gesichert ist. Sollte vor dem Hintergrund dieser Mindeststandards sowie der allgemeinen (gesundheits)politischen Lage wider Erwarten eine Abreise in einzelne Länder im Sommer 2021 nicht möglich sein, wird YFU in individueller Absprache mit den Teilnehmenden nach sinnvollen Alternativen suchen. Geprüft werden kann dann zum Beispiel, ob die Wahl eines anderen Landes oder eine Verschiebung des Abreisetermins in Frage kommen.  
Ebenfalls gut zu wissen: Als Veranstalter von Jugendaustauschprogrammen unterliegt YFU dem Reiserecht. Sollte YFU für einzelne Teilnehmende aufgrund von COVID-19 das Programm vor Abreise komplett absagen müssen, erhalten Teilnehmende den kompletten Programmbeitrag zurückerstattet. (Dies gilt nur, wenn YFU das Programm selbst absagt. Treten Teilnehmende von sich aus zurück oder kann ein Visum nicht erteilt werden, gelten die üblichen Rücktrittsgebühren.) 
 
Situation des aktuellen Austauschjahrgangs 2020/21 
  
Nachdem die Programme des Jahrgangs 2019/20 im Frühjahr pandemiebedingt abgebrochen werden musste, ist leider auch der Austauschjahrgang 2020/21 noch von Einschränkungen betroffen: Für mehrere Länder musste die Abreise bis auf Weiteres abgesagt werden. Für diese Länder haben wir noch zu große Bedenken, was die Gesundheit und Sicherheit unserer Teilnehmenden angeht, oder es bestehen zu große Unsicherheiten hinsichtlich der Rückreisemöglichkeiten im Falle wieder ansteigender Infektionszahlen und neuer „Lockdowns“. Darüber hinaus sind Schulalltag und soziales Leben vielfach zu stark eingeschränkt, um einen Austauschaufenthalt sinnvoll gestalten zu können. Auch werden für einige Länder derzeit keine Visa und Aufenthaltsgenehmigungen ausgestellt und/oder es bestehen noch Reisewarnungen seitens des Auswärtigen Amtes. Für unsere Schülerinnen und Schüler hoffen wir, dass in einige dieser Länder eine Ausreise zum 2. Schulhalbjahr, also im Januar/Februar 2021 möglich sein wird.  
  
Ausschließlich in einigen europäischen Ländern haben wir gemeinsam mit unseren Partnern entschieden, dass ein Schüleraustausch im Schuljahr 2020/21 stattfinden soll – wenn auch unter veränderten Bedingungen und mit zusätzlichen Vorsichtsmaßnahmen. Unsere Teilnehmenden müssen sich hier unter anderem darauf einstellen, dass das Angebot an Schulen und in Freizeiteinrichtungen noch deutlich eingeschränkt sein kann. Vor diesem Hintergrund können zum Beispiel die Integration im Gastland und der Spracherwerb deutlich mehr Eigeninitiative erfordern. Die Abreisen in diese Länder werden aufgrund der Pandemie später stattfinden als ursprünglich geplant.    
Sicher ist, dass alle Teilnehmenden zu jeder Zeit sicher und gut aufgehoben sein werden im YFU-Netzwerk, das gerade in diesen schwierigen Zeiten enger denn je zusammengerückt ist. Wir sind froh und dankbar für die überwältigende Unterstützung unserer Mitglieder und Ehrenamtlichen, die uns unsere Vereinsziele dieser Tage umso entschiedener verfolgen lässt, und von der auch unsere künftigen Teilnehmenden profitieren werden.