Don’t cry for me Argentina

Erfahrungsbericht von Angelina, Austauschjahr in Argentinien

Jetzt ist mein Auslandsjahr fast schon wieder vorbei und dieses möchte ich nun als Chance nutzen, um einfach nochmal ein wenig auf die schönsten Momente meines  Auslandsjahres zurück zu blicken. In Deutschland habe ich oft darüber nachgedacht, wie wird es wohl werden, wie werden meine ersten Tage sein, wie wird meine Familie sein, wie werde ich mich verständigen!? Tausend Fragen und keine Antwort und selbst wenn ich eine Antwort gehabt hätte, dann wäre sie niemals so gewesen, wie ich meine ersten Tage erlebt habe.

 

Meine ersten Wochen

Angefangen hat mein Abenteuer am 11.08.2016 mit einem sehr langen Flug. Angekommen in Buenos Aires war ich einfach nur noch verschlafen und im Bus zur Jugendherberge sind wir dann alle auch schon einmal weggenickt. In der Casa Mc Auley habe ich dann die ersten schönen Tage meines Auslandsjahres mit Austauschülern aus aller Welt machen dürfen. In diesen Tagen habe ich viele neue Leute und neue Kulturen kennengelernt. Das hat mir jedenfalls auch den Einstieg in die argentinische Kultur erleichtert. Und dann kam der Moment, als meine Gastfamilie zum ersten Mal vor mir stand. Ich war sprachlos, einfach unendlich glücklich. In diesem Moment habe ich innerlich und dann auch tatsächlich einen Freudensprung gemacht und dabei zum ersten Mal realisiert, dass gerade der größte Wunsch meines Lebens in Erfüllung gegangen ist.


Die ersten zwei Tage habe ich dann nur mit meiner Familie verbracht. Am Sonntag waren alle einfach nur sprachlos und am Montag wurde dann direkt der erste Feiertag gefeiert. Am Dienstag durfte ich dann endlich zum ersten Mal in die Schule. Ich glaube, dass ich mich zuvor noch nie so sehr gefreut habe, dass ich in die Schule gehen darf.


Zuerst war es ein merkwürdiges Gefühl, dass man von allen ein Küsschen auf die Wange bekam, auch von den Lehren und mittlerweile ist es das normalste auf Erden. Zum Einklang des Schultages wird die Nationalhymne gesungen und im Laufe des Tages haben wir ganz viel Spaß beim lernen.


Aber das wirklich interessante passiert an den Wochenenden und nachmittags, wenn der Alltag zu den schönsten Dingen des Lebens gehört. Wenn die Zeit mir gehört und ich unglaubliches mit meiner Familie erleben kann. An meinem ersten Wochenende in meiner Familie wurde der Kindertag groß gefeiert. Das war ein Tag, den ich nie vergessen werde. Von Piñata über Tanz war alles an diesem Tag dabei.


Alles in einen kann ich sagen, das muss man selbst erlebt haben. Es ist einfach zu schön, um es in Worte zu fassen.

 

Urlaub und Modell der UNO

In meinem zweiten Monat bin ich dann direkt schon mit meiner Gastfamilie vereist. Zusammen sind wir nach Cordoba, einer wunderschönen Stadt im Nordwesten Argentiniens gefahren. In Cordoba habe ich mich besonders wohl gefühlt, da dort alles nach deutschem Stil ist und ein Großteil der Bevölkerung Cordobas aus Deutschland kommt.

Als ich dann wieder in Buenos Aires angekommen bin, habe ich am nationalen Modell der ONU Kongress  (auch unter dem Namen UNO oder UN bekannt) in der Universität Torcuato di tella teilgenommen. Es war ein sehr anstrengendes und doch unglaublich schönes Wochenende.

Ich habe nicht nur viele schöne Erfahrungen mitnehmen können und einiges gelernt, sondern auch auf sehr viele Prominente aus aller Welt getroffen. Von Sportlern der olympischen Spiele, über Moderatoren bis zu bekannten Politikern aus England, den USA, Australien und Argentinien, hat es an keinen Stars gefehlt.

Am Samstag durfte ich zudem noch an einer Party teilnehmen, welche direkt hinter dem Stadion von Riva stattgefunden hat. Da parallel ein Spiel von Riva stattgefunden hat wurde unser Bus von mehreren Polizeiwagen begleitet. In dem Moment hatte ich ein wenig Angst, da uns vorher gesagt wurde, dass die Fans nicht ganz ohne seien und gleichzeitig kam ich mir ein wenig Prominent vor.

Abends durfte ich dann drei Tage lang Buenos Aires bei Nacht erleben. So habe ich zum Beispiel ein wunderschönes Foto des Obelisken um Mitternacht machen können, bevor ich dann total kaputt ins Bett gefallen bin.

Alles in einem war es einfach ein wunderschönes Wochenende, welches ich nie vergessen werde. Einen kleinen Einblick darüber könnt Ihr auf meinen beigefügten Fotos bekommen oder Ihr schaut Euch das offizielle Video des nationalen Modells an. Dieses findet ihr unter folgendem Namen: #UM2016 | 12° Encuentro Nacional Uniendo Metas.

 

Weihnachten und Ferien

Danach ging es dann auch schon mit den Feiertagen und meinen eigentlichen viel zu langen Ferien los. Weihnachten habe ich mit meiner ganzen Familie verbracht. Zusammen haben wir gelacht, getanzt und ganz viel Spaß gehabt. Als Festmahl haben wir ein köstliches Asado (gegrilltes Fleisch) gegessen und danach kam dann auch schon der Weihnachtsmann, welchen wir zuvor mit einem Lampion gerufen haben.

In meinen Ferien bin ich mit meiner Gastfamilie in den Süden Argentiniens und nach Chile gefahren. Es war wirklich eine superschöne Zeit und ich habe gleich auch noch ein wenig die chilenische Kultur kennengelernt.

 

Ab in die Schule und YFU-Trip

Nach meinen drei Monate langen Ferien ging es dann auch endlich wieder in die Schule und im April habe ich am YFU- Trip zu den Cataratas teilgenommen. Ich habe eine supertolle Woche mit Austauschschülern aus aller Welt verbracht und nebenbei noch einen der schönsten Plätze auf Erden kennengelernt.

Nach dem Trip habe ich dann in meiner Schule angefangen einen Deutschkurs zu geben und es macht wirklich mega Spaß…..

Ich hoffe, dass ihr ein wenig einen Einblick in mein argentinisches Leben bekommen konntet!!!

Saludos
Angelina

Mit anderen Austauschschülerinnen aus aller Welt

Bei den Iguazu Wasserfällen

Unterwegs mit Angelinas Gastschwester in Cordoba

Im Villa la Agostura

Impressionen vom UNO Kongress