Mein Abenteuer Auslandsjahr

Erfahrungsbericht von Desirée, Austauschjahr in den USA

Eines der wohl größten Erlebnisse meines Lebens begann im August 2017. Mein langersehnter  Traum, ein Jahr in den USA leben zu dürfen, wurde nun endlich wahr. Voller Spannung zählte ich schon die Tage bis zu meinem Abflug. Meine Abreise begann morgens, am 10. August 2017. Ich flog von Berlin-Tegel über Frankfurt am Main in die Vereinigten Staaten von Amerika. Dort landete ich in Chicago, im Bundesstaat Illinois, und betrat nun zum ersten Mal amerikanischen Boden. Was für ein Gefühl überkam mich, den Flug so allein gemeistert zu haben und nun dort zu sein, wo ich schon immer hin wollte. Ich konnte es noch gar nicht richtig erfassen, endlich in den USA zu sein. Von nun an sollte mein Abenteuer „Auslandsjahr“ wirklich beginnen. In freudiger Erwartung, meine Gasteltern kennenzulernen, flog ich von Chicago nach Lansing, im Bundesstaat Michigan. Ich weiß noch genau, wie ich die Rolltreppe herunterfuhr und schon aus der Ferne meine Gastmutter sah. Endlich war es soweit, die Freude war uns beiden ins Gesicht geschrieben, als wir uns herzlich begrüßten und umarmten. Bevor wir zu Hause ankamen, hielten wir noch kurz im Ort an und holten uns selbstgemachte Limonade, die zwei kleine Mädchen vor ihrem Haus verkauften. Dies kannte ich bisher nur aus amerikanischen Filmen oder Serien und hätte nicht erwartet, dass man so einfach etwas verkaufen kann. Zu Hause lernte ich später, am Abend, dann auch meinen Gastvater kennen, der zuvor noch beim Training war, da er Footballcoach an seiner Schule ist. Meine Gasteltern hießen Cindy und Scott. Sie bewohnten am Rande der Stadt Leslie ein Haus mit einem eigenen Swimmingpool auf dem Grundstück. Schnell mal ins Wasser zu springen, um sich abzukühlen, das hatte schon was für sich. Das Haus war sehr geräumig und nett eingerichtet. Dort bekam ich mein eigenes Zimmer, in dem ich mich sehr wohlfühlte. Ich richtete mich gemütlich ein und dekorierte mein „Reich“ mit persönlichen Dingen. Mein Zimmer lag separat auf einer anderen Etage, sodass ich meine eigene Privatsphäre genoss. Zur gesamten Familie gehörten noch vier eigene Kinder, davon zwei Töchter (Meaghan und Kristen) sowie zwei Söhne (Brandon und John), die aber alle schon erwachsen und aus dem Haus sind. Sie wohnten in verschiedenen Orten, einige von denen haben schon selbst Kinder und besuchten die Eltern oft. Familienbesuche und Feiern waren immer sehr harmonisch und lustig. Außerdem gab es noch zwei Hunde.

 

Die ersten Tage und Wochen verliefen bestens, ich war immer noch fasziniert von den vielen Eindrücken, die meine neue Umgebung auf mich machte. Meine Gasteltern ließen mir meinen eigenen Freiraum, bezogen mich aber oft in ihre Unternehmungen mit ein. Sie machten mir meinen Aufenthalt in ihrer Familie so angenehm wie möglich, sodass ich mich bei ihnen sehr wohlfühlte. Dieses gute Verhältnis erleichterte mir zudem die Trennung von zu Hause. Sonntags gingen wir gemeinsam in die Kirche. Nach vier Tagen Aufenthalt ging ich das erste Mal zum Volleyballtraining und wurde dort auch gleich freundlich im Team aufgenommen. Der erste Kontakt zu Gleichaltrigen war somit geknüpft. Da es mit der Sprache noch größere Anfangsschwierigkeiten gab, kam es natürlich auch zu einigen Missverständnissen, die im Nachhinein zu lustigen Episoden führten. Aber mit jedem Tag wurde ich selbstsicherer und mutiger, mich im alltäglichen Sprachgebrauch zu bewähren und vorallem mich zu verständigen mit den Menschen in meiner Umgebung.

 


Aufregend war auch der 24. August 2017, da durfte ich von unserer Schule aus mein erstes Footballspiel live miterleben. Als typisch amerikanisch empfand ich auch, dass einige Mädchen unserer Schule als Cheerleader aktiv waren, und die Spieler sowie Zuschauer mit Tanzeinlagen unterhielten. Besonders gefiel mir die Schülerband, die vor dem Spiel und während der Pausen für Stimmung sorgte. Und man selbst war mittendrin im Geschehen. Einfach toll, die ganze Atmosphäre und Spannung ringsherum! Meinen ersten Schultag hatte ich am 28. August 2017 in der „Leslie Highschool“. Auf diesen Tag freute ich mich schon besonders und war voller Vorfreude auf die Dinge, die mich dort erwarteten. Den ersten Morgen brachte mich meine Gastmutter noch zur Schule, an den folgenden Tagen fuhr ich mit einem dieser bekannten gelben Schulbusse dorthin. Die tägliche Unterrichtszeit ging von 8 bis 15 Uhr. Ein paar Dinge am ersten Tag gingen natürlich etwas daneben, da mir die üblichen Abläufe noch völlig neu und unbekannt waren und die Verständigung noch sehr schleppend voranging. Die kommenden Schultage liefen aber schon ohne Hindernisse ab. Schnell knüpfte ich Kontakte zu meinen neuen Mitschülern, die mir auch freundlich entgegenkamen. Im Laufe des Schuljahres hier in den USA konnte ich schon einige Vergleiche zu unserem Schulsystem in Deutschland ziehen und stellte fest, dass hier schon Vieles einfacher vom Lernstoff ist als bei uns zu Hause. Der Unterricht war sehr locker gestaltet, Hausaufgaben hatte ich nur selten auf. Tests wurden oft im Multiple-Choice-Verfahren durchgeführt. An meiner amerikanischen Schule hatten wir ein  Maskottchen, dass sich „Hawks“ nannte und übersetzt- soviel wie Falke heißt. Neu war für mich auch, dass ein Schuljahr in drei Zeiträume eingeteilt wurde und man von Trimester sprach. Das hieß, alle drei Monate bekam ich neue Fächer, die ich zuvor wählen musste. Die Abwechslung gefiel mir und man konnte unterschiedliche Eindrücke gewinnen. Jedes Fach umfasste 70 Minuten, dazwischen lagen nur 5-minütige Pausen, in denen man vom Schließfach zum nächsten Raum wechselte. Zum Mittagessen hatte man eine halbe Stunde Zeit. Besonderer Schwerpunkt wurde hier auf den Sport gelegt, der vorwiegend auch bis in die Nachmittagsstunden ging. Durch viele sportliche Aktivitäten, an denen ich mich gerne beteiligte, konnte man besonders schnell Freundschaften schließen. In der Herbstsaison begann ich zuerst mit Volleyball, zum Winter hin folgte Basketball und im Frühjahr spielte ich Fußball, wobei mir Fußball am Besten von den Dreien gefiel. Für jede dieser Ballsportarten hatten wir eigens unterschiedliche Spielkleidung. Näheren Kontakt hatte ich an meiner Schule noch zu drei weiteren Austauschschülerinnen: Rosalie und Friederike aus Deutschland sowie Carmen aus Spanien. Mit Friederike und Carmen verbrachte ich oft Zeit, da wir uns sehr gut verstanden. In manchen Situationen war es ganz hilfreich, jemanden an seiner Seite zu wissen, der einem etwas erklären konnte, weil er selbst schon die ein oder andere neue Erfahrung gemacht hatte. Wenn es die Zeit und die Möglichkeit erlaubt, dann wollen wir uns irgendwann mal gegenseitig besuchen.

 

Am 16. September 2017 fuhr ich gemeinsam mit meinen Gasteltern nach Ann Arbor, ungefähr 50 km westlich von Leslie entfernt. Dort sahen wir uns ein Footballspiel der „Michigan Wolverins“ gegen die „Colorado Air Force Falcons“ an. Das „Michigan-Stadion“ ist das größte in den USA und das zweitgrößte auf der ganzen Welt. Das war schon eine tolle Erfahrung, die ich machen durfte. Die Menschenmenge und die Stimmung im Stadion beeindruckten mich sehr.  An diesem Tag lernte ich auch meinen Gastbruder John und dessen Frau Claire kennen. Zwei Wochen später war ich mit meinem Volleyballteam bei einem richtigen MSU (Michigan State University) Volleyballspiel.

 

Anfang Oktober fand an meiner Schule das Projekt „Pinkhawk“ statt. Durch den Verkauf von „Pinkhawk T-Shirts“, wurden die erzielten Einnahmen speziell für krebskranke Menschen gespendet. Zum Abschluss des gesamten Projektes fand noch ein Footballspiel an unserer Schule statt.

 

Vom 13. bis zum 17. November 2017 hatte ich durch das PPP die Möglichkeit, nach Washington D.C. zu fliegen. Ich hatte mich auf die Woche besonders gefreut, denn zum Einem konnte ich mir Washington D.C. anschauen und zum Anderen traf ich dort Austauschschüler wieder, die ich zuvor in Deutschland auf der Vorbereitungstagung schon kennengelernt hatte. Die Tage waren sehr schön, denn ich konnte in besonderer Weise einmal die Hauptstadt der Vereinigten Staaten hautnah erkunden und das Weiße Haus aus nächster Nähe von außen anschauen. Ein weiterer Höhepunkt war dann das Capitol, das ich auch von innen begehen konnte. Diese vielen besonderen Eindrücke und unbeschreiblichen Momente werden mir immer in Erinnerung bleiben. Während der Zeit in Washington sahen wir uns noch live im Stadion ein NBA- Basketballspiel an. Die Tage vergingen wie im Fluge, bis uns schon wieder der Rückflug bevorstand.

 

Thanksgiving feierten wir am 23. November 2017, dieser Feiertag wird in den USA sehr geschätzt. Die gesamte Familie meiner Gasteltern kam zusammen, wir aßen traditionell einen Truthahn und verbrachten ein gemütliches Beisammensein. Eine neue Erfahrung machte ich auch einen Monat später zu Weihnachten, denn statt Heiligabend, wie gewohnt, am 24.Dezember zu feiern, zelebrierten wir hier erst am 25.12. das Weihnachtsfest. Etwas anders als bei uns zu Hause in Deutschland. Meine Gasteltern machten mir eine große Freude und überraschten mich mit einem sehr schönen Geschenk, worüber ich mich besonders freute. Weihnachten überkamen mich natürlich meine eigenen Gefühle, denn zum ersten Mal verbrachte ich ohne meine Eltern und Bruder das Weihnachtsfest. Aber in Zeiten der Technik konnte man die Entfernung mit digitalen Medien überbrücken und sich wenigstens sehen und sprechen. Ein paar Tage nach Weihnachten fuhr ich im Auto zusammen mit meinen Gasteltern und der Mutter meines Gastvaters nach Georgia, im Süden der USA liegend. Hier besuchten wir den Bruder meines Gastvaters und deren Familie. Die lange Reise durch mehrere Bundesstaaten war schon ein Erlebnis für sich. Die Fahrt erstreckte sich auf ungefähr 1500 km. Insgesamt fuhren wir durch fünf verschiedene Bundesstaaten, die immer wieder unterschiedlich beeindruckende Landschaften und Sehenswürdigkeiten hervorbrachten. Erstaunlich empfand ich auch die gravierenden Temperaturunterschiede. In Georgia genossen wir traumhafte Frühlingstemperaturen, wobei in Michigen hingegen Minusgrade herrschten. Über den Jahreswechsel blieben wir noch in Georgia und fuhren erst wieder am 2. Januar 2018 nach Michigan zurück.

 

Während meines Auslandsjahres bestand die Möglichkeit, über YFU Beolo Trips auch in andere Bundesstaaten zu reisen. Ich entschied mich sofort für Kalifornien - mit Reisen nach Los Angeles und San Francisco. Ich hatte schon immer davon geträumt, einmal in diese Städte zu reisen, und freute mich riesig auf dieses besondere Ereignis. In Kalifornien lernte ich viele Austauschschüler aus verschiedenen Teilen der Welt kennen. In LA kam ich in den Genuss, vom „Griffith Observatory“ aus das berühmte „Hollywood“ Schild in den Berganhöhen zu sehen. Tolle Unternehmungen machten wir zu den „Hollywood's Universal Studios“, in denen unter anderem auch  amerikanische Blockbuster gedreht werden. Am zweiten Tag besuchten wir das berühmte Wachskabinett „Madame Tussauds“, das direkt am „Walk of Fame“ liegt. Bekannte Stadtteile, wie Beverly Hills mit dem „Rodeo Drive“ sahen wir uns an und von dort aus fuhren wir zum berühmten „Santa Monica Beach“, wo wir auf der Promenade entlang gingen und den weiten Pazifik bestaunten. Am letzten Tag unseres Aufenthaltes in Los Angeles ging es ins „Disneyland“. Am 28. März 2018 fuhren wir mit dem Bus von LA aus in das 800 km entfernte San Francisco. Dort angekommen wurden all meine Erwartungen übertroffen. Die Stadt ist der Wahnsinn, eine wunderschöne und interessante Großstadt. Wir besuchten bekannte Orte, wie „Fishermen´s Wharf“oder „Pier 39“, außerdem fuhren wir mit den weltbekannten „Cable Cars“ zum „Union Square“. Außerdem fuhren wir noch zum „Alamo Square“, „Twin Peaks“ und zur „Lombard Street“. Zu Abend aßen wir in „Chinatown“ (Stadtteil von San Francisco). Am letzten Tag unserer Reise fuhren wir mit einem Touristenboot zu der wohl berühmtesten Gefängnis-Insel der Welt, „Alcatraz“. Es war sehr interessant, eines der wohl ehemals sichersten Gefängnisse der Welt zu sehen und einen Eindruck davon zu bekommen, wie Schwerstkriminelle dort gelebt hatten. Zum krönenden Abschluss der Reise überquerten wir alle gemeinsam zu Fuss noch die „Golden Gate Bridge“, die 1,6 km lang ist. Die Woche neigte sich dem Ende zu und ich flog anschließend von San Francisco  nach Orlando (Florida). Mein Gastvater holte mich vom Flughafen ab und wir fuhren nach Daytona Beach. Hier verbrachten wir gemeinsam eine Woche Urlaub im warmen Florida. Ich konnte es gar nicht realisieren, dass ich einige Tage zuvor noch im Westen der USA am Pazifik gewesen war und nun im Osten der USA im Atlantik baden konnte. Glücklicherweise waren auch viele Freunde von der Schule im selben Ressort wie wir, so hatte ich noch viel Abwechslung und Spaß mit denen. Danach ging es wieder in das kalte MIchigan zurück.

 

Am 12. Mai 2018 war es dann soweit, der bekannte Prom (Abschlussball) stand bevor. Gegen Mittag fuhr mich meine Gastmutter zum Friseur, dort ließ ich mir meine Haare hochstecken und das Make Up machen. Ich trug ein schönes Kleid und es wurden viele Fotos gemacht. Später gingen wir Austauschschüler in Jackson Italienisch essen und feierten ausgiebig den Abschlussball, der, im Vergleich zum Abiturball in Deutschland, etwas ruhiger und gesetzter ablief - so mein Eindruck. Ende Mai hatten alle Austauschschüler unserer Schule und weitere Schüler aus einem Mathematikkurs hatten die Möglichkeit, zum „Cedar Point“ zu fahren. „Cedar Point“ ist ein riesiger Freizeitpark im U.S. Bundesstaat Ohio. Mein letzter Schultag, der 25. Mai 2018, rückte immer näher. Etwas Wehmut überkam mich schon, denn nun hieß es bald, Abschied zu nehmen und allen „goodbye“ zu sagen, mit dem Gedanken einige nie wieder zu sehen. Es war sehr emotional, aber ich freute mich auch schon auf die bevorstehenden Ferien und darauf, bald wieder meine Familie zu Hause zu sehen.

 

Am 2. Juni 2018 fand dann der offizielle Abschluss für uns Seniors (Zwölftklässler) statt. In einer offiziellen Zeremonie trugen wir diese bekannten schwarzen Roben mit dem Hut auf dem Kopf - im Englischen wird dies „gown and cap“ genannt. Namentlich, der Reihenfolge nach, wurden wir aufgerufen und bekamen unserer Diplom überreicht. Ich war schon ziemlich stolz, denn nicht viele haben die Möglichkeit, dies einmal mitzuerleben. Zwei Tage später haben Friederike und ich noch eine Nacht bei Carmen geschlafen, um Abschied zu nehmen. Denn Carmen flog schon einige Wochen früher als wir zurück nach Hause (Spanien). Wir nahmen traurig Abschied voneinander, mit dem Trost, uns später einmal in Europa wiederzusehen. In den verbleibenden Wochen unseres Aufenthaltes unternahmen Friederike und ich noch einiges zusammen. Wir übernachteten jeweils bei dem Anderen. Am 22. Juni 2018 durfte ich gemeinsam mit ihr und ihren Gasteltern im Zug nach Chicago fahren, um auch diese Stadt kennenzulernen und nicht nur auf dem Flughafen gewesen zu sein. Chicago beeindruckte mich persönlich sehr, vorallem die vielen „Wolkenkratzer“, gigantisch hohe Häuser, die man so bei uns nicht findet, eben eine typisch amerikanische Stadt. Beide fuhren wir im „Willis Tower“ mit dem Fahrstuhl nach ganz oben auf eine gläserne Aussichtsplattform. Dieses Gebäude war einmal eines der höchsten der Welt. Die Plattform befand sich in 412 Metern Höhe und man stand nur auf einer Glasfläche, um Chicago von hier aus zu überblicken. Sehr gewöhnungsbedürftig und nur für Mutige geeignet. Zum Abschluss des Tages aßen wir noch die bekannte „Chicago-Style Pizza“, die anders als übliche Pizzen aussah, aber natürlich lecker schmeckte. Danach fuhren wir gemeinsam zurück zu den Gasteltern von Friederike. Detroit sahen wir uns auch noch am 25. Juni an. Am liebsten wäre ich auch noch nach Kanada gereist, denn nur eine Brücke trennte Detroit, also die USA, von Kanada. Aber auf jeden Fall konnte ich über die Grenze nach Kanada sehen. Zwei Tage später, am 27. Juni, brach der letzte Tag meines Auslandsjahres an. Einerseits freute ich mich nun schon sehr auf Zuhause. Endlich alle wiederzusehen und in die Arme zu schließen. Andererseits hieß es aber auch, schweren Herzens Abschied  zu nehmen von meiner hiesigen Gastfamilie und von meinen neuen Freunden. Traurig stimmte mich dieser Moment des Abschiednehmens. All die tollen Erlebnisse und Eindrücke, die ich machen durfte, bleiben mir für immer in Erinnerung. Diese unbeschreibliche Erfahrung wird mir keiner mehr nehmen können. Meinen Gasteltern bin ich unwahrscheinlich dankbar für ihre Gastfreundschaft, mich bei ihnen wohnen zu lassen und mich zu umsorgen. Nun war es soweit, der Tag meines Rückfluges brach an. Cindy und Scott  brachten mich am 27. Juni 2018 zum Flughafen nach Lansing.  Dann kam der Abschied, wir umarmten uns und einige Tränen flossen.


 
Als in in nach einem langen Flug in Berlin-Tegel ankam, wurde ich schon sehnsüchtig von meinen Eltern, meinem Bruder und dessen Freundin sowie meinen zwei besten Freundinnen erwartet. Ich konnte es noch gar nicht richtig glauben, wieder hier zu sein und sie alle glücklich, voller Freudentränen in den Augen, in die Arme zu schließen. Sofort hatte ich das Gefühl, zu Hause angekommen zu sein. Die Umstellung fiel mir keineswegs schwer. Rückblickend bin ich sehr froh, das erlebnisreiche Auslandsjahr gemacht zu haben. Natürlich gab es auch Höhen und Tiefen, wobei die schönen Momente überwogen. Aus heutiger Sicht betrachtet, kann ich sagen, dass sich nicht nur meine Englischkenntnisse verbessert haben, sondern meine Persönlichkeit gereift ist, ich noch selbstbewusster und erwachsener geworden bin und Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachte. Eigenschaften, die mich positiv im Leben begleiten werden. Ich kann jedem nur empfehlen, selbst einmal diese tolle Erfahrung zu machen.

Desirée in ihrem Prom-Kleid

Desirée in San Francisco

Aussichtsplattform über Chicago