Freundlich, offen und faszinierend – meine Begegnungen in der Türkei

Go International: Erfahrungsbericht von Fabian, Auszubildender zum Industriemechaniker

Ich war sehr glücklich, als ich die Zusage erhielt, als Auszubildender für ein vier- bis sechswöchiges Praktikum in die Türkei gehen zu dürfen. Ich bereitete mich auf das Leben in einer anderen Kultur vor und verbrachte die Zeit bis zum Abflug immer wieder damit, mir Orte, an denen ich sein würde, bei Google Maps oder Google Earth einzuprägen. Am Abreisetag, dem 06. August 2015 stieg die Spannung: alle Teilnehmer trafen sich am Frankfurter Flughafen. Wir teilten unsere Hoffnungen und Ängste und waren uns einig: Das wird eine ganz besondere Erfahrung für jeden werden.


Zusammen mit einem Team von YFU Türkei haben wir vor Ort einen zweitägigen Crash-Kurs erhalten. Wir konnten wichtige Fragen klären und wurden auf das Leben in einer anderen Kultur eingestimmt, mit organisatorischen Informationen, aber auch witzigen Rollenspielen und einer Einführung in die türkische Küche. Gemeinsam haben wir Istanbul erkundet und einen ersten Einblick in das Leben in einer türkischen Metropole bekommen.

 

Mit Zeichnungen, Gestiken und sprachlichen Grundkenntnissen gelingt türkisch-deutsche Verständigung

An meinem ersten Praktikumstag bei Aero Rüzgar Endüstries wurde ich von einem YFU – Volunteer zum Betrieb begleitet. Dort stellten sich die Ingenieure und Mitarbeiter sehr freundlich vor und ich erhielt eine Führung durch die vier großen Hallen der Produktionsstätte, die einen sehr sauberen und ordentlichen Eindruck machten.

Die Arbeit an sich ähnelte sehr meiner Arbeit in Deutschland. Es hat aber ein wenig gebraucht, um sich mit den erfahrenen Mechanikern fachlich zu verständigen. Doch mit Hilfe von Zeichnungen, Gestiken, fachlichen Normen und sprachlichen Grundkenntnissen haben wir das schnell hinbekommen.

Und ich durfte auch auf Tuchfühlung mit neuen Dingen gehen. Am Ende konnte ich eine einsatzbereite Stahlkonstruktion schweißen und meinen Wissensstand in punkto „erneuerbare Energiequellen“ erweitern. Mit einigen anderen Praktikanten, Studierende türkischer Universitäten, habe ich mich auch privat getroffen. Besonders gefallen hat mir die Offenheit der Mitarbeiter und ich habe über mich gelernt, dass ich sehr anpassungsfähig bin, was ich vorher so nicht geglaubt hätte.

 

Hochzeit auf Türkisch: ein faszinierendes Erlebnis

In einem etwas abgelegtem Stadtteil von Izmir lebte meine Gastfamilie. Das Haus, in dem ich eine Woche lang zu Gast sein durfte, war ein Mehrfamilienhaus mit ca. 30 Appartements. Meine Gasteltern hatten zwei Kinder im Alter von 6 und 14 Jahren. DieGastmutter war Englischlehrerin an der Universität und der Gastvater ein Ingenieur. Vom ersten bis zum letzten Tag hatte ich ein unglaublich gutes Verhältnis zu meiner Gastfamilie. Die Kommunikation lief hervorragend und der Austausch über viele Themen reibungslos. Da ich viele Hobbies und Interessen der Familie teilte, hatten wir fast immer ein Gesprächsthema.

Die Familie war sehr aufgeschlossen und zeigte mir alle Orte in Izmir, die ich sehen wollte und hatte dazu immer eine kleine Geschichte auf Lager. Alltägliche Dinge wie Einkaufen, Putzen oder Kochen haben wir immer gemeinsam gemacht, so bekam ich auch viele Einblicke in das alltägliche Leben in der Stadt. Mit den beiden Söhnen kam ich wunderbar klar. Auch sie waren sehr an mir interessiert und wir konnten gut miteinander spielen oder uns unterhalten.

Das Highlight war, als wir zusammen auf die Hochzeit der Schwester meines Gastvaters gefahren sind. So eine Hochzeit hatte ich noch nie erlebt und es hat mich echt fasziniert.

Fabian mit Gastfamilie

Freizeit mit Freunden

Erster Abend in der Türkei

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Fabian mit Kollegen