Mit Go International in Istanbul

Erfahrungen von Yasemin, Auszubildende zur Kauffrau im Einzelhandel

Vorbereitungsseminare in Göttingen und Istanbul

Es ging los mit einer 3-tägigen Seminarvorbereitung in Göttingen. Hier habe ich die mitreisenden Auszubildenden kennengelernt und wir haben Themen wie kulturelle Unterschiede, Kommunikation, praktische Tipps, Leben und Arbeiten im Ausland bearbeitet. In Istanbul haben wir uns bei einem weiteren Einführungsseminar auf die Zeit im Ausland eingestimmt, dieses Mal auf Englisch. Themen hier waren: politische Lage, Anpassung an eine Gastfamilie, Erwartungen unsererseits und von Seiten der Austauschorganisation YFU. Nach dem Seminar durften wir zu unseren Gastfamilien fahren. In meiner Gastfamilie habe ich mich sehr wohl gefühlt und wurde wie ein Familienmitglied behandelt.

 

Textilunternehmen und Ladengeschäft: der Weg der Kleidung

Zunächst war ich im Textilunternehmen Ponte. Ich habe schnell Anschluss bei meinen neuen Arbeitskollegen gefunden und hatte keine Schwierigkeiten, diese zu verstehen, da ich fließend türkisch spreche.

Das Unternehmen bestand aus Nähstation, Bügelstation, Modellhaus, Accessoire-Abteilung, Printstation, Showrooms und Büros. Ich war überwiegend im Modellhaus: dort schnitt ich eine Vorlage für ein Kleidungsstück aus und brachte sie zur Nähstation. Hier wurde daraus ein Muster angefertigt, welches anschließend zur Bügelstation und je nach Modell zur Druck-und Printstation kam. Das Kleidungsstück wurde nach allen Arbeitsvorgängen zu uns ins Modellhaus gebracht, wo auch die letzten Kontrollen vor dem Verpacken stattfanden. Bei Bedarf habe ich die Ware gesäubert (z. B. abstehende Nähte entfernt) und der Ware Details hinzugefügt, z.B. Anhänger an die Reißverschlüsse.

Dieser Einblick in das Textilunternehmen war sehr interessant, da ich Entstehung und Produktion der Waren kennengelernt habe; insbesondere die Printvorgänge in der Druckerei kannte ich zuvor nur aus unseren Schulbüchern der Berufsschule.

 

Türkisch sprechen kein Problem – 1:0 für Yasemin

Die weitere Praktikumszeit verbrachte ich im Verkauf der Filiale einer Eigenmarke, was meinem Alltag in Deutschland ähnelte. Ich konnte Kunden auf Türkisch beraten, Neuware auspacken, etikettieren, einfache Kassier-Vorgänge durchführen, fehlende Ware auf der Fläche auffüllen und bei der Schaufenstergestaltung mitwirken. Ich habe festgestellt, dass das tägliche Führen von Alltagsgesprächen mit Kunden und Kollegen zwar unerwartet anstrengend war, aber ich dadurch meinen Wortschatz und meine Ausdrucksweise noch erweitern konnte.

 

Ich komme klar – das fühlt sich gut an

Die Erlebnisse in Istanbul waren für mich eine weittragende Bereicherung, beruflich, sozial und in persönlicher Hinsicht. Die Arbeitsweise einer anderen Kultur kennenzulernen und die Begegnungen mit Einheimischen haben mich positiv geprägt. Ich habe gelernt, mich zu organisieren, unbekannte Verkehrsmittel zu benutzen und ich habe mich in meine Gastfamilie integriert. Ja, ich kann den Alltag in einem fremden Land meistern! Ich würde es jedem sehr empfehlen!

Vielen Dank an YFU Hamburg und Ankara sowie dem Geschäftsführer meines Ausbildungsbetriebes, die mir diesen bereichernden Auslandsaufenthalt ermöglicht haben.

Mit Maßband und Schere

Eindrücke aus der Textilfabrik

Nähstation in der Textilfabrik

Türkischer Cay-Tee

Aussicht auf den Bosporus

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Türkischer Tee