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Alles eine Stunde später

Erfahrungsbericht von Phillipp, Austauschjahr in Spanien

Nun schon fast zwei Monate verbringe ich im Auslandsjahr. Hier wohne ich in Silla, nahe Valencia und gehe hier auch zur Schule, wo ich schon am ersten Tag Anschluss gefunden habe. Mir geht es hier in Spanien super! Ich verstehe mich sehr gut mit meinen Klassenkameraden und auch meine Gastfamilie ist total nett.

 

Ein ganz normaler Schultag

Ein normaler Wochentag beginnt für mich um 7 Uhr, dann stehe ich auf, mache mich fertig, frühstücke und gehe zur Schule, die um 8 Uhr beginnt, was im Gegensatz zu „damals“ 7:25 Uhr in Deutschland für mich relativ spät ist. Eine Unterrichtsstunde dauert 55 Minuten, nach der dritten Stunde sind 30 Minuten Pause. Schulschluss ist dann meist um 13 Uhr, wobei ich dienstags und donnerstags nachmittags nochmal eine bzw. drei Stunden Unterricht habe. Zwischendurch kann ich aber nach Hause, und 3,5 oder am Donnerstag 2,5 Stunden „Mittagspause“ sind schon ganz angenehm. Abendessen gibt es immer gegen 20 bis 21 Uhr. Nachdem ich mich mit meiner Gastfamilie noch über alles Mögliche unterhalten habe, gehe ich dann gegen 23 Uhr ins Bett. Insgesamt ist mein Tag also um recht genau eine Stunde zurückgeschoben, als ich es gewohnt bin.

 

Neues Hobby gefunden

Drei Mal in der Woche fahre ich Kanu. Das habe ich zwar in Deutschland noch nie gemacht, allerdings hat es schon beim ersten Mal sehr gut funktioniert und mir so viel Spaß gemacht, dass ich jedes Mal gerne wieder hingehe. Es ist sehr schön, die Natur zu genießen und links und rechts über die Reisfelder, die mittlerweile vom Regen voll mit Wasser sind, bis nach Valencia und auf die Berge am Horizont blicken zu können, und obwohl wir jedes Mal die gleiche Stecke fahren, sieht es immer wieder anders aus.

 

Meine Gastfamilie

Mit meiner Gastfamilie unternehme ich Vieles, zum Beispiel fahren wir am Wochenende oftmals zum Strand oder nach Valencia, eine meiner Meinung nach wirklich schöne und saubere Stadt. Sehr gut gefällt mir das „Carmen“, ein sehr schmuckvoller, ruhiger und geheimnisvoller Stadtteil mit vielen engen Gassen und kleinen Häusern. Am vorletzten Wochenende waren wir zu einem Familientreffen in Granada, ebenfalls eine sehr schöne und bunte, ehemals arabische Stadt mit vielen kleinen Cafés und Restaurants. Besonders schön ist es, nachts durch die kleinen Straßen zu spazieren, die durch die schönen Läden wunderbar bunt leuchten.

 

Schön warm

Das Wetter ist mit etwa 20 bis 25 Grad noch immer sehr schön, auch wenn es an einigen Tagen regnet (aber dann auch ganz schön stark). Selbst im „tiefsten Winter“ bleiben die Temperaturen hier bei ca. 10 Grad. Auf Schnee muss ich deshalb wohl wahrscheinlich verzichten.

 

Obwohl ich in der Schule kein Spanisch gelernt habe, komme ich mittlerweile schon ganz gut mit der Sprache klar. Ich verstehe schon relativ viel und sprechen kann ich auch jeden Tag mehr.

 

Mit Freunden unterwegs

Phillipps neues Hobby: Kanufahren

Idylle pur!