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Austauschschülerin vor Landschaft in Italien

La bella Vita Italiana

Erfahrungsbericht von Freya, Italien

Ciao a tutti e benvenuti in italia!
Hallo an Alle und Herzlich Wilkommen in Italien!
Ich bin Freya, 16 Jahre alt und komme aus Oldenburg, Norddeutschland. Mein Auslandsjahr habe ich in Italien, in Orvieto verbracht. Ich hoffe ihr bekommt im Laufe meines Berichtes einige Eindrücke davon wie so ein Jahr in Italien wohl aussehen könnte.

 

Alle Wege führen nach Rom

Ich fang mal von Anfang an an, am 1. September bin ich in mein großes italienisches Abendteuer gestartet. Zunächst sind wir mit allen Austauschschülern in Rom zusammen gekommen, um uns nach der Vorbereitungswoche im Mai in Deutschland nochmals spezialisierter auf unser Jahr vorzubereiten. Es war sehr spannend, auf all die Leute aus den anderen Ländern zu treffen. Zwei Tage später wurde ich dann von meiner Gastfamilie abgeholt - und das war für mich wirklich der aufregendste Moment überhaupt. Sie schienen mir aber sofort super sympathisch und das Haus, die Gegend und die Straßen, es hat mir einfach alles gefallen. Direkt am ersten Wochenende bin ich mit meiner Gastfamilie nach Venedig gefahren und das war wirklich wunderschön.


Gerade so am ersten Tag in der Schule habe ich gemerkt, dass dieses Jahr nicht nur ein Urlaubsjahr wird, sondern dass ich noch so einiges vor mir habe. In diesen Momenten bekommt man etwas Angst und es ist vielleicht auch alles nicht so einfach teilweise, aber man unterschätzt sich zu wie viel man selbst letztlich fähig ist. Gerade die etwas schwereren Momente wie zum Beispiel, wenn man am Anfang noch nicht wirklich etwas versteht und alles neu ist, das sind die Momente, in denen du lernst, Erfahrungen machst und dein Durchhaltevermögen um einiges stärkst. Und um letztendlich am Ziel anzukommen: die Sprache zu beherrschen, neue Freunde und eine zweite Familie gefunden zu haben, dich selber besser kennen gelernt zu haben und an deinen Herausforderungen gewachsen bist.

 

Italienische Lebensart

Die Schule in Italien ist ziemlich anders als in Deutschland und am Anfang etwas anstrengend zu verstehen, weil es nur Frontalunterricht ist. Aber ich muss sagen, dass es sehr interessant war, eine andere Schulform kennengelernt zu haben, und letztlich hatte ich auch Spaß in der Schule.
Die Italiener an sich sind unglaublich warmherzige und aufgeschlossene Menschen. Man lernt von ihnen auf alle Fälle entspannter und ruhiger zu werden. Generell sind sie total offen, und wenn man sie etwas kennen gelernt hat, kann man sich sehr gut mit ihnen unterhalten. Teilweise sind sie etwas verplant und schnell werden die Sachen, die sie zu tun haben, zu viel für sie, aber da lernt man im Laufe des Jahres mit umzugehen.


In meiner Gastfamilie habe ich mich ziemlich wohl gefühlt. Sie haben mir unglaublich viel von dem Land gezeigt wofür ich sehr dankbar bin. So habe ich gemerkt, dass Italien wirklich vom Norden bis in den Süden komplett anders ist und es sehr viele verschiedene Facetten Italiens gibt. Besonders gut habe ich mich mit meiner Gastmama verstanden und mit meiner großen Gastschwester. Auch was die Familie angeht, muss man einfach wissen, dass nicht alles immer perfekt sein kann. Aber das muss es auch nicht. Die Aufgabe eines Austauschschülers liegt letztendlich darin, sich mit dem was man hat zu arrangieren und freundlich und dankbar zu bleiben. Alle Probleme sind da um sie zu lösen und das ist auch etwas was man lernt. Ich bin auf alle Fälle sehr froh auch alle Festlichkeiten mit meiner Familie miterlebt haben zu dürfen.

 

Kommunikation ist das A und O

Mit meinen Freunden hat sich das mit der Zeit entwickelt und es dauert ein bisschen bis man letztendlich seine Leute findet mit denen man gern zusammen ist. Eine gute Möglichkeit außerhalb der Schule um Freunde zu finden sind Sportaktivitäten, Musik- und Chorgruppen oder Theater. Letztendlich gilt es so viel wie möglich auszuprobieren, aktiv zu sein und präsent zu sein. Präsent zu sein meine ich in dem Sinne, dass man versuchen muss sich mit einzubringen, auch wenn es am Anfang schwer ist zu kommunizieren, aber wie man lernt auf der VBT "Man kann nicht nicht kommunizieren", ist das Nicht-Beherrschen einer Sprache keine Ausrede. Dieser Spruch hat mir letztlich sehr geholfen mich in meine Klasse einzubringen.


Die Sprache wird einfach immer und immer besser und wenn man sich etwas bemüht, macht es immer mehr Spaß die ersten Sätze zu sprechen und die ersten kleinen Unterhaltungen zu führen. Ich habe mir immer neue Wörter auf die Hand geschrieben und Filme gesehen, jeder findet seine Art zu lernen und das ist das Spannende! Was die Sprache angeht muss man einfach nur ausprobieren, mutig sein und optimistisch bleiben!

 

Unter Gleichgesinnten

Dann sind da noch all die tollen Menschen, die man im Laufe des Jahres kennen lernt. Es ist so spannend, so viele verschiedene Charaktere und Menschen kennenzulernen. Besonders auch die anderen Austauschschüler, die man im Laufe des Auslandsjahres auch treffen kann sind eine unglaubliche Hilfe und Bereicherung. Unter Austauschschülern existieren keine Stille oder komische Unterhaltungen, weil man sich einfach versteht ohne irgendwas erklärt zu haben. Und schließlich hast du sehr viele Menschen auf der Welt, die du besuchen kannst.


Ich hoffe, dass ich euch inspiriert habe mit meinen Erfahrungen und kleinen Tipps. Generell kann ich sagen, dass so ein Auslandsjahr einfach die beste Lernmöglichkeit und Selbstbewusstseinsbombe überhaupt ist. Ich habe gelernt nicht aufzugeben, meine Familie und Freunde in Deutschland mehr zu schätzen, positiver und fröhlicher zu sein, an mich zu glauben und auch in schweren Situationen stark zu bleiben. Teilweise habe ich auch ein paar Problempunkte während meines Berichtes angesprochen, aber ich finde, dass es einfach wichtig ist auch darüber Bescheid zu wissen und dass diese schwierigen Dinge auch gar nichts negatives heißen. Ein Auslandsjahr ist einfach etwas so unglaublich tolles, genauso wie YFU und deshalb meld dich an und lebe dieses tolle Abendteuer!


Buona fortuna!
Viel Glück!

Auf Entdeckungstour mit Freundinnen

Jubiläen mussen gefeiert werden!

Freya mit ihren besten Freundinnen